Sammlungen der Fächergruppe 2
Die Institute der Fächergruppe verfügen über umfangreiche und wissenschaftlich bedeutende Sammlungen, welche der Forschung und Lehre dienen.
Das Institut für Altertumskunde
beherbergt innerhalb der Arbeitsstelle für Papyrologie, Epigraphik und Numismatik der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste entsprechend dieser Ausrichtung drei größere Sammlungen. Die Sammlungen sind innerhalb des Instituts untergebracht und werden wissenschaftlich betreut durch Dr. R. Daniel (Papyrussammlung) und Dr. G. Staab (numismatische und epigraphische Sammlungen).

Die Papyrussammlung besitzt ca. 10.000 griechische Papyri, ca. 700 Papyri in anderen Sprachen (Koptisch, Demotisch, Hebräisch, Arabisch), ca. 500 meist griechische Ostraka sowie ca. 50 beschriftete Tafeln auf Metall und Holz.
Die durch regelmäßige Zukäufe anwachsende Sammlung wird sukzessive von den Mitarbeitern der Arbeitstelle wissenschaftlich bearbeitet und durch kommentierte Editionen (Papyrologica Coloniensia) präsentiert.

Die Münzsammlung des Institus für Altertumskunde mit einem Schwerpunkt auf die alexandrinische und kleinasiatische Münzprägung besitzt ca. 3600 alexandrinische Kaisermünzen, ca. 800 Münzen von Städten Kleinasiens und ca. 200 ptolemäische Bronzemünzen. Bei den ägyptischen Kaisermünzen handelt es sich um eine der größten Sammlungen in öffentlicher Hand. Hervorzuheben ist auch der enorme Anteil an Münzen der kleinasiatischen Stadt Hypaipa (Lydien).

Die Epigraphische Sammlung umfasst ca. 2000 Papier-Abklatsche von Städten in Kleinasien. Die Sammlung entstand größtenteils im Zusammenhang der Edition und gleichnamigen Publikation "Inschriften griechischer Städte aus Kleinasien". Weitere Abklatsche sind in der Zeitschriftenreihe Epigraphica Anatolica ediert.
Steten Zuwachs erhält die Sammlung durch Gemeinschafts-projekte mit dem Deutschen Archäologischen Institut Istanbul in Lykien.

Das Archäologische Institut
Die Sammlung des Archäologischen Instituts umfasst aktuell ca. 1000 griechische, etruskische und römische Objekte, die in 10 Vitrinen sowie in Schubkästen verteilt in den Arbeitsräumen aufgestellt sind. Die Sammlung reicht von geometrischer Keramik des 8. Jhs. v. Chr. über attische und unteritalische Gefäße des 6. bis 4. Jhs. v. Chr. bis zu Sklupturen des 2. Jhs. n. Chr.
Initiiert wurde die Sammlung mit der Gründung des Archäologischen Instituts im Jahre 1928.

Das Martin-Buber-Institut für Judaistik
beherbergt eine umfangreiche Bildsammlung zur jüdischen Kunst und Archäologie (ca. 10000 Einzelstücke). Daneben besitzt das Institut Originalhandschriften, hauptsächlich liturgische Dichtung, aber auch amtliche Dokumente und Schriften jüdischer Autoren aus dem 19. Jh. sowie religiöse Literatur, zahlreiche Briefe und einzelne Manuskripte aus dem Nachlass Martin Bubers, Briefe jüdischer Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Religion aus dem 19. und 20. Jh. sowie umfangreiche Unterlagen aus der bekannten Sammlung von Adolf Diamant.

Das Institut für Ur- und Frühgeschichte
verfügt über ca. 20.000 prähistorische Objekte, davon 14.000 als Dauerleihgaben der Stadt Köln.
Die Sammlung wurde bereits Anfang des 20. Jh. als Lehrsammlung eingerichtet und setzt sich neben der Leihgabe aus Schenkungen, Erbschaften und Grabungsobjekten zusammen.
Geographisch und zeitlich umfasst sie mit verschiedenen Schwerpunkten die gesamte Breite der Ur- und Frühgeschichte, vom Paläolithikum bis ins Mittelalter. Sie dient vom Beginn des Studiums an zur praxisorientierten Ausbildung der Studenten.